Immer mehr Geld

Die Wirtschaft wächst stärker

In Deutschland gibt es immer mehr Geld. So ist die Wirtschaft von April bis Juni 2006 so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr gewachsen. Das liegt nach Einschätzung der Bundesregierung unter anderem an den Investitionen und dem Konsum im Inland. Das Bruttoinlandsprodukt, das den Wert der im Inland erwirtschafteten Leistungen misst, stieg im ersten Quartal des Jahres um 0,7 Prozent. Im 2. Quartal sogar um 0,9 Prozent. Einen ähnlichen Aufwärtstrend hatte es zuletzt Anfang 2001 gegeben. In der Euro-Zone erreichte das Wachstum den Angaben zufolge ebenfalls 0,9 Prozent. Es habe damit das Wachstum in den USA und Japan übertroffen.

Die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2006 wurde laut Statistischem Bundesamt "von 38,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht". Das seien 185.000 Personen oder 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Wachstumsimpulse seien im zweiten Quartal 2006 hauptsächlich aus dem Inland gekommen. Denn nicht nur die Exporte, sondern auch die Investitionen und der Konsum haben die Konjunktur angeschoben. Vor allem die Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen sollen zur wirtschaftlichen Belebung beigetragen haben. Für das Gesamtjahr werden wegen der guten Quartalszahlen nun die Prognosen nach oben korrigiert.

Der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Bert Rürup, sagte gegenüber dem "Handelsblatt": "Wenn keine größeren Überraschungen im dritten und vierten Quartal auftreten, ist ein Wirtschaftswachstum um die zwei Prozent im Gesamtjahr 2006 realistisch."

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