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Institut der deutschen Wirtschaft verlangt Bildungsstandards für Kindergärten

"Zusätzliche Effizienzgewinne"

Der Rückgang der Geburtenrate bringt nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Bildungssystem Entlastungen in Milliardenhöhe. Bereits im kommenden Jahr seien Einsparungen von 3,1 Milliarden Euro zu erwarten, sagte IW-Sprecher Axel Plünnecke am Mittwoch auf ddp-Anfrage. Bedingt durch fortschreitend sinkende Schülerzahlen würden die Einsparungen 2010 auf 5,9 Milliarden, zehn Jahre später sogar auf 12,5 Milliarden Euro anwachsen. Das Institut fordert, mit den frei werdenden Mitteln die frühkindliche Bildung zu stärken, um somit einen nachhaltigen Effekt für das Bildungssystem zu erzielen. Bundesweit müssten verbindliche Bildungsstandards bereits in Kindergärten, eine Kindergartenpflicht sowie flächendeckend Ganztagsschulen eingeführt werden.

Bezüglich der geforderten Bildungsstandards in Kindergärten konkretisiert das Institut der deutschen Wirtschaft: "Solche Standards geben vor, was dort gelernt werden soll und was die Kinder am Ende der Kindergartenzeit können sollen. Um schlummernde Kräfte wachzurütteln, müssen die Jüngsten auch mehr individuelle Förderung durch entsprechend qualifiziertes Personal erhalten."

Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen seien "zusätzliche Effizienzgewinne" von jährlich vier Milliarden Euro durch weniger Klassenwiederholungen und weniger Nachqualifizierungen im Falle nicht erlangter Schulabschlüsse zu erwarten. Den finanziellen Aufwand für das "Reformpaket" beziffert das Institut auf jährlich zwölf Milliarden Euro.

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