Billiger nach Berlin

Grüne wollten Nachwuchs angeblich auf Parlamentskosten reisen lassen

Zwei Grünen-Abgeordnete wollten einem Zeitungsbericht zufolge Informationsreisen des Bundestags für Parteizwecke nutzen. Die Zeitung "Bild am Sonntag" schrieb, die Grüne Jugend Baden-Württemberg habe auf Kosten des Bundestags Delegierte zum "Zukunftskongress" der Grünen am 1. September in Berlin befördern wollen. Die Grünen-Abgeordneten Gerhard Schick und Sylvia Kotting-Uhl hätten zu diesem Zweck Informationsbesuche beim Bundestag angeboten. Unter der Überschrift "Billiger und unkomplizierter nach Berlin zum Zukunftskongress" habe der Schatzmeister der Grünen Jugend Baden-Württemberg, Christian Brugger, in einer E-Mail für die Teilnahme an einem Informationsbesuch im Bundestag geworben und einen Zuschuss von 51,80 Euro in Aussicht gestellt, schrieb das Blatt.

Um günstig nach Berlin zu kommen, hätten Schick und Kotting-Uhl angeboten, günstige Abgeordnetenfahrten an diesem Wochenende zu veranstalten. Einzige Bedingung sei die Teilnahme an einem Mittagessen und einer Führung.

Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte dem Blatt zufolge, dass Fahrtkostenzuschüsse des Bundestags allein dem Zweck der Öffentlichkeitsarbeit des Parlaments dienten. Kotting-Uhl kündigte an, ihre Informationsfahrten abzusagen. Sie wolle "mögliche Missverständnisse" ausräumen. Ihr Kollege Schick versicherte, er werde nun keinen Fahrkostenzuschuss beim Bundestag beantragen.

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