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Lafontaine hält Stasi-Diskussion für "verlogen"

SED & Ost-CDU & Ost-FDP

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Oskar Lafontaine, hält die Stasi-Diskussion für "verlogen". Wären die sowjetischen Panzer nicht in den Osten Deutschlands, sondern in Bayern oder Rheinland-Pfalz eingerollt, "wer glauben Sie, wer dann alles sich rechtfertigen müsste für seine SED-Vergangenheit?", sagte Lafontaine am Sonntag im ZDF. "Viele, die sich heute im Bundestag äußern, wären Mitläufer gewesen, die ebenfalls in der SED eine Heimat gefunden hätten". Er sei aber selbstverständlich dafür, dass die Stasi-Vergangenheit von Politikern aufgearbeitet werde.

Lafontaine sagte weiter, die Linkspartei habe sich dieser Frage auf mehreren Parteitagen gestellt und sich in ihrem Parteiprogramm deutlich geäußert zu all diesen Fragestellungen. Frühere Stasi-Mitgliedschaften der Politiker gebe es aber nicht nur bei der Linkspartei. "Die Rosenholz-Datei hat ja gezeigt, dass auch andere Parteien Vergangenheitsbewältigung betreiben müssen", sagte Lafontaine.

So seien etwa die ostdeutschen Parteien CDU und FPD praktisch eine Abteilung der SED gewesen. Zwar hätten CDU und FDP diese Parteien geschluckt, wollten aber nicht wahrhaben, "dass sie eine ganze Reihe von Leuten in ihren Reihen haben, die ebenso in das System der DDR involviert waren wie die SED". Das werde "leider in der Öffentlichkeit immer wieder verschwiegen".

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