Sommertheater?
Vorstoß aus Union zu Kürzung der Witwenrente in eigenen Reihen umstritten
Unions-Fraktionsvize Ilse Falk (CDU) meint hingegen: "Das wird in der Union überhaupt nicht diskutiert." Im Herbst werde eine Arbeitsgruppe der Koalition die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre vorbereiten. "In diesem Zusammenhang werden wir über vieles reden. Aber die Hinterbliebenenrente ist ausdrücklich kein Thema", betonte Falk. Die bayerische Sozialministerin Christa Stewens (CSU) forderte ein Ende der Debatte. Sie sagte: "Ich halte nichts davon, in der Sommerpause ein Thema nach dem anderen hochzuziehen."
Der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Bert Rürup, sieht hingegen "Reformbedarf" bei der Witwenrente. Angesichts der steigenden Erwerbstätigkeit von Frauen stelle sich die Frage, ob bei künftigen Hinterbliebenen "andere Einkommen nicht stärker berücksichtigt werden können", sagte Rürup. Allerdings sollten Änderungen konzeptionell durchdacht und in Zusammenhang mit der Rente mit 67 gestellt werden, betonte Rürup.
Das Bundesarbeitsministerium wollte den Vorstoß nicht kommentieren. Ein Ministeriumssprecher verwies auf die geplante Arbeitsgruppe der Koalition, wo die inhaltlichen Beratungen lägen. Das Ministerium sei aber in rechtlicher und fachlicher Hinsicht eingebunden.
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Am 09. Aug. 2006 unter:
politikStichworte:
« Steinmeier drängt im Nahen Osten auf Soldaten des Westens
Vereine fürchten um Spenden wegen Änderungen an Steuerbegünstigung »

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