Streitpunkt Wartezeiten
KBV-Chef Köhler bestreitet Zwei-Klassen-Medizin
Gesetzlich Versicherte hätten sogar den Vorteil, dass bei ihrer Behandlung viel mehr Behandlungsmethoden und Therapien auf qualitätsgesicherten Standards beruhten. "Übrigens wissen die Ärzte, dass sie ihr Grundeinkommen den gesetzlich Versicherten verdanken", so Köhler. So liege der Anteil von Privatpatienten in den neuen Ländern nur bei einem Prozent, in den alten bei zwölf Prozent.
Allerdings äußerte der KBV-Chef Verständnis für Servicewünsche der Patienten an die Ärzte. "Von unserer Seite ist klar, dass vor allem die chronische Unterfinanzierung des Systems beendet werden muss", sagte er. Wenn die Honorare in Euro und Cent gezahlt würden und die Budgets wegfielen, könne die Leistungsfähigkeit des Systems besser ausgeschöpft werden.
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