Bayer AG & Aldi Nord
Illegaler Gen-Reis in der Europäischen Union
Verbraucher müssen sich nach Auffassung von Greenpeace darauf verlassen können, dass die für den Verzehr verbotene Ware nicht in ihrem Einkaufswagen landet. "Der Verursacher des Schadens ist die Bayer AG, sie muss daher für alle entstehenden Kosten aufkommen." In den USA hätten Reis-Farmer den Pharma- und Chemieriesen bereits auf Schadensersatz verklagt.
Schon im Jahr 2001 sei in den USA konventioneller Mais mit dem für den menschlichen Verzehr nicht zugelassenem Gen-Mais StarLink verunreinigt worden. Daraufhin seien Lebensmittel im Wert von rund einer Milliarde Dollar zurückgerufen worden. "Die Bayer AG, die 2002 die betroffene Firma Aventis CropScience übernommen hatte, lehnt jegliche Verantwortung ab", kritisiert Greenpeace.
"Die Gentechnik-Industrie hat einen dicken Skandal am Hals", meint die Gentechnik-Expertin der Umweltorganisation, Ulrike Brendel. "Der Schaden für das Image ist immens." Es werde wieder einmal deutlich, dass die Hersteller von genmanipulierten Pflanzen deren Ausbreitung nicht verhindern könnten, "vielleicht auch nicht verhindern wollen". Wer so verantwortungslos mit Gen-Saaten umgehe, müsse "gebremst" werden. "Bayer darf daher für einen weiteren Gen-Reis, den LL 62, keine Zulassung für den menschlichen Verzehr in der EU erhalten", fordert Brendel.
Das Signal an die Politik sei klar: "Sollen Verbraucher auch weiterhin die Wahl haben, sich für Essen ohne Gen-Pflanzen zu entscheiden, dürfen genmanipulierte Pflanzen nicht angebaut werden. Alles andere ist Augenwischerei."
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Am 12. Sep. 2006 unter:
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