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Zentralrat der Juden wehrt sich gegen Kritik an Streubomben

Nahost-Krieg

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, erneuerte ihre Kritik an Links-Fraktionschef Oskar Lafontaine und Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), die Israel den Abwurf von Streubomben im Libanon vorwerfen und eine Untersuchung der UNO forderten. Der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" sagte sie: "Wenn ich über Israel rede, spreche ich über das Volk, über die Menschen, die 30 Tage in Bunkern sitzen mussten. Damit haben sich viel zu wenig Menschen beschäftigt." Auch über monatelangen Raketenbeschuss im Norden Israels habe ich kaum Berichte gefunden.

"Antiisraelische Propaganda" in deutschen Medien sei leider keine Seltenheit und verwundere angesichts der Vorlagen aus der Politik nicht, hatte der Vizepräsident des Zentralsrats, Dieter Graumann, im Juli gesagt. Äußerungen von Politikern, wonach die Handlungen Israels schlicht "völkerrechtswidrig" seien, entsprängen "den üblichen antiisraelischen Reflexen", meint der Verbands-Vizepräsident. Die Kritik an Israel entbehre zudem auch "jeder moralischen und inhaltlichen Grundlage".

"Völkerrechtlich war es die Verpflichtung der Weltgemeinschaft – dazu gehört auch Deutschland - und der libanesischen Regierung, mit der UNO Resolution 1559 aus dem Jahr 2004, die Milizen im Libanon aufzulösen und die terroristische Hisbollah zu entwaffnen", so Graumann im Juli weiter. Nicht nur habe Israel seinen Teil der Resolutionsverpflichtung erfüllt, "sondern auch seit dem fast tatenlos, im Vertrauen auf die Garantien der Weltgemeinschaft, zugesehen, wie hunderte Raketen aus dem Südlibanon israelische Bürger in Angst und Schrecken versetzt und Schäden angerichtet haben", meint Graumann. "Das einzige was hier völkerrechtswidrig war, ist die Tatenlosigkeit der Weltgemeinschaft - auch Deutschlands", so Graumann. Zum Vorwurf des Einsatzes von Streubomben äußerten sich offenbar weder Graumann noch Knobloch.

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