Nachhaltigkeitsrat
Das große Ziel für Hauff sind "saubere Kohlekraftwerke"
Fast Tausend Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Medien, Stiftungen und Zivilgesellschaft waren zu der Jahrestagung nach Berlin gekommen. Das Ratsmitglied Klaus Töpfer rief dazu auf, die natürlichen Ressourcen der Erde zu schonen und stärker für alternative Energiegewinnung zu arbeiten. Der frühere Bundesumweltminister sagte im ZDF-"Morgenmagazin", Deutschland habe mit der kommenden EU-Ratspräsidentschaft und G8-Präsidentschaft "gute Möglichkeiten, in Energiefragen, Veränderung von Konsummustern, Verhaltensweisen" auf eine positive Entwicklung hinzuwirken.
Die Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutshcland (BUND), Angelika Zahrnt, vermisst "Eine Leitlinie zur Zukunftspolitik". Diese ist aber nötig, um Klimaschäden global zu begegnen und die "Auswirkungen der veränderten Demografie" in Deutschland zu gestalten.
Die Teilnahme der Bundeskanzlerin an der Veranstaltung ist für Hauff "wichtig, weil zupackende und ernst gemeinte Nachhaltigkeitspolitik nur funktioniert, wenn sie Chefsache ist". Als herausragende Themen nannte er die Energiewirtschaft, die Generationenbilanz im demografischen Wandel und die Innovationen für Infrastruktur und bei der globalen Verantwortung Deutschlands. Er freue sich, dass mit dem Vorstandschef der Münchener Rück, Nikolaus von Bomhard, der Vertreter eines "Vorreiter-Unternehmens" die Hauptrede der Konferenz halte.
Auf der Jahreskonferenz wurden die Empfehlungen des Rates für Nachhaltige Entwicklung zur unternehmerischen Verantwortung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und von Experten diskutiert. Auch die Wirtschaft sei gefordert: "Führende deutsche Unternehmen haben in den letzten Jahren Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung zu ihrem Thema gemacht, aber sie haben Corporate Social Responsibility (CSR), die steigende Verantwortung der Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft für soziale und ökologische Standards, nicht zum Topthema der Wirtschaft machen können".
Angesichts von Gammelfleisch und auch des akuten Giftskandals an der Elfenbeinküste betonte Zahrnt: "Es bedarf ganz offensichtlich einer stärkeren Kultur der Verantwortung im Unternehmensbereich und gleichzeitig wirkungsvollerer staatlicher Kontrollen im nationalen wie internationalen Bereich."
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