Transparenz

Bundesnetzagentur sieht keinen Engpass bei Abschaltung von Biblis A

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, weist Warnungen des Stromkonzerns RWE vor Versorungsproblemen im Falle der Abschaltung des Kernkraftwerks Bilbis A im Jahr 2008 zurück. "Ein drohender Engpass ist uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht nachgewiesen", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, der "Financial Times Deutschland". "Es würde gegen den Geist der Trennung von Netz und Kraftwerken verstoßen, wenn die Netzbetreiber Engpässe nutzen wollten, um Kraftwerke eines mit ihnen verbundenen Erzeugers zu begünstigen."

Kurth sagte, dass nach geltenden Gesetzen RWE als Netzbetreiber die Pflicht habe, dass Stromnetz unabhängig von der Eigentümerstruktur des Kraftwerksparks bedarfsgerecht auszubauen. Um mögliche Engpässe bewerten zu können, müsse es zunächst mehr Transparenz zu künftigen Netzkapazitäten geben. "Wir wollen, dass alle Betroffenen über die relevanten Planungsdaten verfügen können und neue Kraftwerke zu gleichen Bedingungen wie alte Kraftwerke diskriminierungsfrei das Netz nutzen können", sagte Kurth.

RWE hatte seinen Antrag für die Verlängerung der Laufzeit des Kraftwerks Biblis A auch damit begründet, dass sonst ein Engpass im Stromnetz entstehen würde.

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