Neoliberaler Wirtschaftskurs
Attac sieht Mittelschicht von Unterschicht-Problemen betroffen
Ungesicherte, befristete Teilzeit-Arbeitverhältnisse seien auch für gut ausgebildete Frauen und Männer die Regel. "Ob Ich-AG, Hartz-IV-Empfänger oder Dauerpraktikantin - Bildung schützt schon lange nicht mehr vor Armut", sagte von Larcher. Es sei eine "dreiste Lüge" zu behaupten, wer nur wolle, finde aus seiner prekären Lage heraus, so der Sozialexperte.
Hartz IV zwinge Langzeitarbeitslose dazu, sich mit Armut abzufinden. Denn: "Die Arbeitsplätze, um die sie sich bemühen sollen, gibt es schlicht nicht", so von Larcher.
Daraus ergeben sich nach Ansicht des Globalisierungskritiker neue Herausforderungen für die Politik, aber auch für die Gewerkschaften: "Statt die Verlierer durch Sozialabbau und Diffamierung zu bestrafen, brauchen wir eine Politik, die darauf abzielt, allen Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen." Nötig seien eine Arbeitszeitverkürzung, die Einführung eines Mindestlohns sowie die Schaffung eines Dritten Arbeitsmarktes.
Statt durch die Privatisierungen noch mehr Erwerbslose zu schaffen, gelte es die öffentliche Infrastruktur auszubauen und Bildung für alle zu ermöglichen. Attac fordert ein "gerechtes Steuersystem, das die Lasten nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verteilt und den Konzernen und Reichen ihren gerechten Anteil an der Finanzierung der Struktur- und Sozialpolitik abverlangt".
Unter dem Motto "Es geht nur ganz anders! Soziale Rechte hier und weltweit!" beteiligt sich Attac an den Sozialprotesten, zu denen der DGB für Samstag, 21. Oktober, aufruft. In Stuttgart und Dortmund, in Frankfurt am Main, München und Berlin sind große Demonstrationen geplant.
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Am 20. Okt. 2006 unter:
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« Bremen hält an Verfassungsklage für Sanierungshilfen fest
Die Verarmung soll ihren Ursprung in der Politik Helmut Kohls haben »
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