Nahost-Krieg

Israel gibt Einsatz von Phosphorbomben zu

Medienberichte zufolge hat der israelische Gesundheitsminister Yaakov Edri zugegeben, dass die israelische Armee während des jüngsten Krieges gegen den Libanon Phosphorbomben eingesetzt hatte. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) fordern die israelische Regierung nun erneut dazu auf, den Einsatz von Phosphorbomben restlos aufzuklären und die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Die IPPNW bezeichnete den Einsatz von Phosphorbomben als völkerrechtswidrig und besonders menschenverachtend.

Nachdem der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, im Juli nicht auf eine entsprechende Anfrage der IPPNW reagiert habe, wiederholte die Friedensorganisation ihr Aufklärungsgesuch.

Ärzte aus dem Libanon und aus Gaza hatten der Organisation zufolge im Juli von verletzten Zivilisten mit schwersten Verbrennungen berichtet, die auf den Einsatz von Phosphor hindeuten. Der Einsatz dieser Kampfstoffe in bewohnten Gebieten sei laut Völkerrecht verboten, da sie "übermäßiges Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken".

Im Einzelnen will die IPPNW wissen, wo und in welchem Umfang Phosphormunition durch die israelische Armee eingesetzt wurde und ob die israelische Armee auch weiterhin plant, Phosphormunition einzusetzen. Weiterhin fragt die Organisation, ob die israelische Regierung versuchen werde, die Opfer des Phosphorbombeneinsatzes und deren Angehörige ausfindig zu machen und Wiedergutmachung zu leisten.

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