Krieg
Bundeswehrsoldaten sollen in Afghanistan Toten geschändet haben
Auf einem vierten Foto posieren zwei Soldaten auf der Motorhaube des Jeeps - zwischen ihren Beinen den Kabeldurchtrenner mit dem aufgepflanzten Totenschädel. Das fünfte Foto zeigt einen Soldaten mit entblößtem Penis in der linken Hand, der gleichzeitig den Schädel mit der rechten Hand an sein Glied heranführt.
Die Aufnahmen sollen nach Aussage eines Bundeswehr-Angehörigen bei einer morgendlichen Patrouillenfahrt unter dem Kommando eines Feldwebels entstanden sein, wie das Blatt schreibt. An dem Vorfall sollen auch zwei Stabsunteroffiziere und zwei weitere Soldaten beteiligt gewesen sein.
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte: "Es ist klar und unmissverständlich, dass ein derartiges Verhalten von deutschen Soldaten keinesfalls geduldet werden kann." Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, würden die "erforderlichen dienstrechtlichen, disziplinarrechtlichen und gegebenenfalls auch strafrechtlichen Konsequenzen mit allem Nachdruck gezogen".
Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, sagte, die Bilder seien "absolut abstoßend und Ekel erregend. "Solche Leute können wir in unserer Armee nicht brauchen", sagte Gertz. Zudem müsse konkret geprüft werden, wie es passieren könne, dass trotz guter Ausbildung und Dienstaufsicht solche "Entartungen und Entgleisungen" vorkämen.
Politiker und der Bundeswehrverband reagierten entsetzt und forderten - wie üblich - "eine schnelle Aufklärung".
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Am 25. Okt. 2006 unter:
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