"Call-Center in Irland"

Mehrere tausend deutsche Arbeitslose finden "Jobs" im Ausland

Viele Arbeitslose nehmen einen "Job" im Ausland an. Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn zählte nach Informationen der "Welt" bis Ende September 10.277 Vermittlungen aus Deutschland in alle Welt. 2005 seien es insgesamt 12.702 gewesen. "Wir rechnen damit, dass 2006 die Zahl aus dem Vorjahr übertroffen wird", sagte eine Sprecherin der internationalen Personalagentur der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Zeitung. 2005 waren rund drei Viertel der Vermittelten zuvor arbeitslos.

In europäische Länder wurden den Angaben zufolge bis Ende September 7123 Deutsche vermittelt. Davon waren 6690 "Kunden der Arbeitsagenturen" oder "Hartz IV"-Empfänger. Im Ausland besonders gefragt seien Bewerber für die Baubranche, den gewerblich-technischen Bereich, medizinisch-pflegerische Berufe sowie "Jobs" in der Hotellerie und Gastronomie, sagte eine ZAV-Sprecherin.

Der größte Teil der Bewerber sei in die Schweiz und nach Österreich gegangen. Aktuell sei die Nachfrage aus Dänemark sehr groß. Gefragt seien auch Mitarbeiter für Call-Center in Irland und der Türkei.

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