Bleiberechtsregelung
Sollen Geduldete jetzt an der eigenen Abschiebung mitwirken?
Da eine Vielzahl von Flüchtlingen "erzwungenermaßen" ohne gültige Pässe auf illegalen Wegen nach Deutschland einreise - weil es kaum legale Zugänge für Flüchtlinge nach Deutschland gebe - könne bei einer restriktiven Auslegung dieser Regelung "nahezu jeder und jedem ein Bleiberecht versagt werden", kritisiert die Organisation.
Eine erhebliche Hürde sei auch der nachzuweisende Wohnraum: 12 Quadratmeter Wohnfläche pro Person müssten die Betroffenen vorweisen können. Gerade kinderreiche Familien, die beispielsweise zwangsweise in Lagern untergebracht seien, könnten das Kriterium aber kaum erfüllen.
Auch die Sicherung des Lebensunterhalts trotz Erwerbsunfähigkeit sei ein problematische Kriterium: Verlangt werde, dass nicht nur gegenwärtig, sondern auch in Zukunft der Lebensunterhalt selbst gesichert werde. Dies solle sogar bei Pflegebedürftigen gelten. Pflegebedürftigkeit sei aber in unserer Gesellschaft ein Armutsrisiko. Auch viele Deutsche seien, wenn sie pflegebedürftig werden, auf öffentliche Leistungen angewiesen. "Dies zeigt", so Pro Asyl, "wie hart die Bedingungen formuliert sind".
Die Organisation fordert von der Bundesregierung die Umsetzung des öffentlich vorgestellten Koalitionskompromisses in einer gesetzlichen Bleiberechtsregelung, die sicher stelle, dass die Betroffenen mindestens eine zweijährige Aufenthaltserlaubnis erhielten, mit der sie sich in Deutschland "frei bewegen" und einen Arbeitsplatz suchen könnten. Außerdem müsse es humanitäre Ausnahmeregelungen für Menschen geben, die integriert seien, aber aus sozialen Gründen nicht in der Lage sind, einer Beschäftigung nachzugehen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 21. Nov. 2006 unter:
nachrichtenStichworte:
« Angeblich weniger Mittel gegen Aids, Tuberkulose und Malaria
Bilanz der Umweltpolitik nach einem Jahr große Koalition »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
