"Geheimdossiers für die Unterwelt"

Niederländische Journalisten offenbar wegen Geheimdienst in Beugehaft

Nach Darstellung des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) sitzen in den Niederlanden zwei Journalisten seit Montag in Beugehaft, weil sie die Informanten für ihren Bericht über den niederländischen Geheimdienst nicht nennen wollen. Bart Mos und Joost de Haas seien Reporter der Zeitung de Telegraaf. Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die sofortige Freilassung der niederländischen Kollegen. Für den Verbandsvorsitzenden Michael Konken ist "das Vorgehen der niederländischen Justiz nicht mit den Grundsätzen der Pressefreiheit vereinbar".

Bart Mos und Joost de Haas hatten den Angaben zufolge im Januar über Lecks beim Geheimdienst der Niederlande berichtet, durch die Geheimdossiers an die Unterwelt gelangt seien. In einem jetzt laufenden Verfahren gegen einen verdächtigten Agenten verweigerten sie die Aussage.

Ein Richter ordnete daraufhin Beugehaft an. Am Mittwoch soll entschieden werden, ob die beiden Reporter für weitere 12 Tage in Haft bleiben.

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