Arbeit
Offizielle Arbeitslosenquote sinkt erstmals seit vier Jahren unter zehn Prozent
Bundesarbeitsminister Franz Müntefering wertete die Zahlen als Durchbruch am Arbeitsmarkt: "Wir haben Grund uns zu freuen." Insgesamt waren 4,085 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, gegenüber 4,238 Millionen im September 2006. Im Vergleich zum Vorjahr sank die offizielle Zahl der Arbeitslosen um 471.000 Personen. In den alten Bundesländern habe sich die registrierte Arbeitslosigkeit um 96.000 auf 2,74 Millionen verringert. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie um 360.000 oder zwölf Prozent.
In Ostdeutschland reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 56.000 auf 1,35 Millionen. Das sei ein Rückgang gegenüber Oktober 2005 um 111.000 oder acht Prozent.
Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte, die Herbstbelebung habe den Arbeitsmarkt im Oktober weiter angekurbelt. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit sei mehr als doppelt so groß wie im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Zudem wirkten sich die bessere Konjunktur und das gute Wetter aus.
Beschäftigungswachstum ermittelt
Nach der jüngsten Hochrechnung gebe es einen Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 258.000 auf 26,56 Millionen. In West- und Ostdeutschland habe die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung jeweils um ein Prozent zugenommen. Nach den aktuellen Daten sei die Beschäftigung in allen Bundesländern gestiegen, am stärksten in Hamburg, Berlin und Bayern. Außerdem hat sich abermals die Zahl der "Selbstständigen" erhöht.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist auch die Zahl der Erwerbstätigen im September 2006 saisonbereinigt um 14.000 auf nunmehr 39,056 Millionen gestiegen. Das seien 334.000 mehr als im September 2005. Die Erwerbstätigenquote sei gegenüber dem Vormonat um fast einen ganzen Prozentpunkt von 68,9 auf 69,8 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden im Oktober 825.000 offene Stellen gemeldet, 200.000 mehr als vor einem Jahr.
Zwar habe sich die Zahl der Arbeitslosengeld I-Empfänger mehr verringert als die der Arbeitslosengeld II-Empfänger (Verringerung um 20 Prozent / 4 Prozent). Die positive Arbeitsmarktentwicklung erfasse aber allmählich auch die Arbeitslosengeld II-Bezieher. Besonders erfreulich sei auch der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Diese ist den Angaben zufolge im Jahresvergleich überproportional stark um 18 Prozent (-101.000 jugendliche Arbeitslose) gesunken.
Die Kriterien der offziellen Arbeitslosenstatistik wurden im Laufe der Jahre immer wieder geändert, so dass diese als nur bedingt aussagefähig gilt für die tatsächliche Höhe der Arbeitslosigkeit, das Ausmaß an Menschen in Fortbildungsmaßnahmen und für Veränderungen in der Art der Beschäftigungsverhältnisse ("Jobs").
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 03. Nov. 2006 unter:
arbeitStichworte:
« Elterngeld vom Bundesrat verabschiedet
Mehrheit der Bundesbürger laut ARD-Umfrage unzufrieden mit Demokratie »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE im Führungschaos | Parteitag Göttingen 2012 Hintergrundbericht
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
