"Geschlossene Atomstädte"
Umweltschützer blockierten deutsche Urananreicherungsanlage Gronau
Laut Hesters soll der von der Bundesregierung genehmigte Transport der radioaktiven Materialen zunächst per Bahn nach Rotterdam, von dort per Schiff nach St. Petersburg und dann erneut über die Schiene sein Ziel im Ural erreichen. Das Aktionsbündnis lehnt den Export von Atommüll ab.
Für die Proteste waren auch russische Umweltschützer aus aus Sibirien angereist, um gegen den Atommüllexport der Betreiberin der Urananreicherung, Urenco Deutschland, zu protestieren. Hinter der Urenco Deutschland stehen die Atomkraftwerksbetreiber RWE und E.On. Nach Angaben des Aktionsbündnisses Münsterland fuhr die Urenco bis heute rund 20.000 Tonnen abgereichertes Uran in Form von UF6 von Gronau nach Russland. Nur 2 Prozent des UF6 kommt laut Greenpeace wiederangereichert nach Gronau zurück.
Die Zustände an den Zielorten, in den sogenannten "Geschlossenen Atomstädten", seien katastrophal. Dort werde Atommüll unter freiem Himmel gelagert, ganze Städte seien mit Stacheldraht und Wachtürmen abgeriegelt, "doch die Urenco scherts die Bohne". Schließlich verdiene die Urenco sehr viel Geld mit der Atommüllverschiebung. Allein 2004 soll die deutsche Atomfirma nach Schätzungen rund 200 Millionen gespart haben, weil die Entsorgung des abgereicherten Urans in Russland viel billiger als in Deutschland sei.
Deutsche und russische Umweltschützer hatten bereits am 12. Oktober vor der deutschen Botschaft in Moskau gegen die Atomexporte aus Deutschland protestiert.
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Am 08. Nov. 2006 unter:
politikStichworte:
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Automobilindustrie bewirbt angeblich 9-Liter-Autos »

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