Digitalfunk für die Polizei
Bahntochter DB Telematik wollte mehr als 5 Milliarden Euro
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von einem "Desaster". Das vorläufige Scheitern der Einführung des Digitalfunks bedeute eine "nicht unerhebliche Sicherheitslücke in Deutschland", so der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg. Die Behörden verharrten damit weiter "in der Steinzeit der elektronischen Kommunikation". Das jetzige Funksystem sei störanfällig und nicht abhörsicher.
Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) kritisierte, die Vergabe an die DB Telematik ohne Ausschreibung und ohne Kostendeckelung sei ein "kapitaler Fehler" gewesen. Er äußerte die Befürchtung, dass sich die flächendeckende Einführung des Digitalfunks um mehrere Jahre verzögere. Er sprach von einer "Blamage für die Sicherheitspolitik und den Industriestandort".
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