"Schmackhafte Alternative"
Tierschützer fordern Festessen ohne Tierquälerei
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wüßten nicht, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten würden, die auf dem Speiseplan für die Festtage stünden. "In der Massentierhaltung werden die völlig überzüchteten Tiere unter grausamsten Bedingungen gemästet, mit Antibiotika voll gepumpt und vor der Tötung durch halb Europa transportiert. Jedem, der weiß, wie sein Festbraten aus der konventionellen Haltung gelebt hat, muss angesichts dieser Tierqual der Appetit vergehen", meint Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Eine der grausamsten Formen der Tierquälerei stelle das Enten- oder Gänsestopfen dar. Dreimal täglich werde den Tieren durch Stahlrohre ein Futterbrei eingeflößt, bis die Leber um das zwölffache vergrößert sei.
Das Fleisch von exotischen Tieren ist nach Auffassung der Tierschützer keine Alternative zu Schwein, Pute, Huhn oder Rind aus konventioneller Massentierhaltung. Strauße beispielsweise könnten beispielsweise in Deutschland nicht artgerecht gehalten werden und litten unter dem hiesigen Klima.
Auch der Gang zum Fischhändler verheiße nichts Gutes: Lachse würden in riesigen Farmen gemästet. Dem Wasser würden vorsorglich große Mengen Antibiotika beigegeben. Krustentiere wie Hummer und Langusten vegetierten in schmalen Boxen oft monatelang dahin. "Danach werden sie lebendig in kochendes Wasser geworfen, wo sie einen Todeskampf von mehreren Minuten durchleiden."
Eine Alternative zu Produkten aus Tierqual und Massentierhaltung sind nach Auffassung des Tierschutzbundes "vegetarische Köstlichkeiten". Wer auf Fleisch nicht verzichten wolle, sollte Produkte aus artgerechter Tierhaltung kaufen, "wie sie beispielsweise Bauern, die dem NEULAND e.V. angeschlossen sind, anbieten".
Auch bei den Zutaten für Kuchen und Plätzchen hat der Verbraucher die Macht "Nein zu Tierquälerei" zu sagen, indem er auch hier zu Produkten aus artgerechter Tierhaltung greife und auf Eier aus Käfighaltung (erste Ziffer: 3) verzichte.
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Am 18. Dez. 2006 unter:
politikStichworte:
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Fallschirmjäger wegen obszöner Praktiken angeklagt »

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