"Arbeitsamtsdirektoren zur Weißglut gebracht"
Weihnachtsgeld für Hartz IV-Empfänger gefordert
Die Berliner WASG übernahm den Antrag. Zur gleichen Zeit wurde ein ähnlicher Antrag von Abgeordneten der Linken in einigen niedersächsischen Lokalparlamenten - unter anderem in Wilhelmshaven - gestellt. Begleitet wurde dies durch eine Initiative der Verdi-Erwerbslosenausschüsse, die sich für die Zahlung von Weihnachtsgeld durch Arbeitsämter stark macht.
Bei Aktionstagen verteilten Verdiaktivisten den Angaben zufolge Musteranträge auf Weihnachtsgeld vor den Arbeitsämtern. "Die stoßen auf große Resonanz", so Giesela Brandes-Steggewentz von ver.di. Die Anträge seien an die Arbeitsämter weiter geleitet worden, was einige Arbeitsamtsdirektoren zur Weißglut gebracht haben soll.
Auch in Berlin stießen die Aktionen offenbar nur auf begrenzte Unterstützung seitens der Parteien. Was im bayerischen Burghausen gehe, müsse auch in Berlin gehen, meint die WASG und verlangt vom Senat eine Weihnachtsbeihilfe von 80 Euro für alle Bezieher der Leistungen von ALG II (Hartz IV) und der Grundsicherung.
Eine solche Zahlung sei "noch nicht einmal teuer", meinen die Initiatoren. 500.000 Berechtigte mal 80 Euro mache rund 40 Millionen Euro. "So viel haben allein die Vorstände der Deutschen Bank im Jahr 2005 verdient, an der Spitze Josef Ackermann mit 11,9 Millionen Euro."
Berlin sei zwar pleite. Das stimmt, argumentiert die WASG, "aber nicht weil Feuerwehrleute zuviel verdienen, Krankenschwestern zu wenig arbeiten oder Erwerbslose Sozialschmarotzer" seien. Schuld sei vielmehr die teure Pleite der Bankgesellschaft Berlin oder auch steigende Wassergebühren zugunsten der Profite privater Investoren bei den teilprivatisierten Berliner Wasserbetrieben. Und wenn das Bundesverfassungsgericht bei 60 Milliarden Schulden und jährlichen Zinszahlungen von 2,5 Milliarden keinen Anspruch auf Bundeshilfen erkennen würden, dann wären auch 40 Millionen nichts weiter als "Peanuts", meint die WASG.
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Am 22. Dez. 2006 unter:
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« "Der BDI unterstützt den Klimaschutz ohne Wenn und Aber"
EU will freien Warenverkehr für die Hersteller von Feuerwerkskörpern »
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