"Isolation beenden"

Unterwasser-Stromkabel verbindet Finnland mit Baltikum

EU-Energiekommissar Andris Piebalgs hat am Montag an den Feierlichkeiten zur Inbetriebnahme von "Estlink" teilgenommen, einem Unterwasserkabel, das künftig die Stromnetze Finnlands und der baltischen Staaten verbindet. Das zwischen Estland und Finnland verlaufende Kabel verknüpft das nordische mit dem baltischen Übertragungsnetz. "Bisher waren die baltischen Staaten aus stromtechnischer Sicht eine Insel. Estlink ermöglicht den Stromhandel zwischen den baltischen Staaten und Finnland, so dass der Isolation der Region ein Ende gesetzt wird", so Piebalgs. Die Isolation der baltischen Republiken hätte dringend überwunden werden müssen, um das ordnungsgemäße Funktionieren des Energiebinnenmarktes zu gewährleisten.

Daher wurde dem Projekt Estlink in den neuen Leitlinien für die transeuropäischen Energienetze (TEN-E) Priorität eingeräumt. Eine Durchführbarkeitsstudie sei aus TEN-E-Mitteln finanziert worden. Nach der Richtlinie für die Liberalisierung des Strommarktes könnten für bestimmte Infrastrukturen die Bedingungen besonders günstig gestaltet werden, "um Investitionsanreize zu geben". Die Europäische Kommission habe für das Projekt bis 2013 eine Ausnahmeregelung hinsichtlich des Zugangs Dritter genehmigt.

Gemäß den Leitlinien für die transeuropäischen Energienetze sei auch im Süden die Anbindung der baltischen Republiken durch eine Verbindungsleitung zwischen Polen und Litauen geplant.

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