Signal an die Wissenschaft

Schipanski kritisiert strengere Regeln für Stammzellenforschung

Das CDU-Bundesvorstandsmitglied Dagmar Schipanski hat eine Entscheidung des Bundespatentgerichtes zu embryonalen Stammzellen kritisiert. Der Richterspruch sei "ein Signal an die Wissenschaft, dass in Deutschland das Gebiet der Stammzellenforschung nicht auf internationalem Niveau bearbeitet werden kann", sagte die frühere thüringische Wissenschaftsministerin am Dienstag in Erfurt. Das Gericht hatte ein Patent zur Gewinnung von Nervenvorläuferzellen aus embryonalen Stammzellen teilweise für nichtig erklärt.

Schipanski betonte, Forscher müssten ethische Maßstäbe einhalten. Die engen Grenzen in Deutschland machten die Forschung jedoch sehr schwer, auch wenn es um Krankheiten wie Querschnittslähmung gehe. Die besten Wissenschaftler gingen daher ins Ausland. "Der Aspekt der Ethik des Heilens kommt meines Erachtens zu kurz", sagte Schipanski. Das Urteil solle Anlass sein, die in Deutschland gültige Regelung zur embryonalen Stammzellenforschung erneut zu überdenken.

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