Statistisches Bundesamt
"Geringster Anstieg der Tarifgehälter seit 1995"
In den einzelnen Bereichen sei die Entwicklung unterschiedlich gewesen: So kam es den Angaben zufolge beispielsweise in den Wirtschaftsbereichen Eisenbahn (+ 4,5 Prozent), Schienenfahrzeugbau (+ 3,8 Prozent) und Metallgewerbe (+ 1,9 Prozent) zu einem überdurchschnittlichen Anstieg der tariflichen Monatsgehälter der Angestellten. Im Baugewerbe und in der Energieversorgung (jeweils + 0,8 Prozent) sowie im Einzelhandel (+ 0,4 Prozent) gab es dagegen nur geringe Tariferhöhungen.
"Die Tarifgehälter bei Bund, Ländern und Gemeinden blieben gegenüber 2005 unverändert", schreibt die Behörde.
Bei den Stundenlöhnen der Arbeiter waren laut Bundesamt überdurchschnittliche Zuwächse unter anderem in den Wirtschaftsbereichen Luft- und Raumfahrzeugbau (+ 4,8 Prozent), Büromaschinenherstellung (+ 3,7 Prozent), Maschinenbau (+ 3,3 Prozent) und Metallgewerbe (+ 3,2 Prozent) zu verzeichnen. Geringere Tariferhöhungen gab es bei den Stundenlöhnen im Bergbau und im Holzgewerbe (jeweils + 0,8 Prozent) sowie im Druckgewerbe (+ 0,5 Prozent).
Im Baugewerbe (– 0,8 Prozent) sowie bei Bund, Ländern und Gemeinden (– 0,2 Prozent) sanken den Angaben zufolge die tariflichen Stundenlöhne. Dies ist auf die Erhöhung der Wochenstunden ohne Lohnausgleich zurückzuführen.
Lafontaine: Wachsender Wohlstand für wen?
Der Vorsitzende der Linksfraktion, Oskar Lafontaine, richtete angesichts der Reallohnverluste den Blick auf die Gewinne der Wirtschaft. Die Dax-Unternehmen hätten 2006 Gewinnsteigerungen von etwa 21 Prozent erzielt, so Lafontaine. Der Dax habe um 20 Prozent zugelegt und die Aktionäre der Dax-Unternehmen "obendrauf noch mit Ausschüttungen von über 22 Milliarden Euro rechnen dürfen".
Wenn von wachsendem Wohlstand gesprochen wird, muss nach Auffassung des Links-Fraktionschefs "gefragt werden für wen?" Anstatt der "zunehmenden Umverteilung von unten nach oben" entgegenzuwirken, greife die große Koalition mit der Mehrwertsteuererhöhung noch einmal tief in die Tasche der Bürgerinnen und Bürger und behindere mit ihrem Widerstand gegen einen einheitlichen Mindestlohn "eine volkswirtschaftlich vernünftige und sozial gerechte Lohnentwicklung". Die gerade um 3 Prozentpunkte angehobene Mehrwertsteuer belaste mehrheitlich die einkommensschwachen Haushalte.
"Die Wiedereinführung einer Börsenumsatzsteuer von 1 Prozent würde allein rund 30 Milliarden Euro in die Staatskassen spülen", so der ehemalige Bundesfinanzminister. "Die Wiedererhebung der Vermögenssteuer würde noch einmal 16 bis 20 Milliarden Mehreinnahmen erbringen."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 29. Jan. 2007 unter:
nachrichtenStichworte:
« 2500 Menschen demonstrierten in Karlsruhe gegen Studiengebühren
Union geht auf Distanz zu Außenminister Steinmeier »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE im Führungschaos | Parteitag Göttingen 2012 Hintergrundbericht
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
