"Niedriger Januar-Wert"
Zahl der Erwerbs-Arbeitssuchenden wieder gestiegen
Im Jahresvergleich sank die offizielle Arbeitslosenzahl deutlich um mehr als 760.000. Gravierend sind weiterhin die Unterschiedes zwischen Ost und West: Während in den alten Bundesländern rund acht Prozent der Erwerbsfähigen als Arbeitslose registriert waren, betrug die Quote im Osten knapp 17 Prozent.
In weiten Teilen Vorpommerns, Brandenburgs, Sachsen-Anhalts und Thüringens war gut jeder vierte ohne Arbeit, obwohl bereits Hunderttausende jüngere Arbeitssuchende aus diesen Regionen abgewandert sind. In Baden-Württemberg und Bayern waren dagegen nur jede 17. beziehungsweise jeder 15. ohne Erwerbsjob.
"Die erfreuliche Aufwärtsentwicklung am Arbeitsmarkt ist kein Grund zur Entwarnung", meint Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des DGB. Die Arbeitslosenzahl habe gerade einmal den Stand der 90er Jahre erreicht. Zudem sei der wirtschaftliche Aufschwung an den Langzeitarbeitslosen weitgehend vorbei gegangen, so Buntenbach am Mittwoch in Berlin.
Politiker und befragte Ökonomen beharrten indes darauf, den Reformkurs am Arbeitsmarkt fortzusetzen. "Dann werden sich auch für jene Arbeitssuchenden wieder Perspektiven eröffnen, die vom bisherigen Aufschwung noch nicht profitieren", sagte CSU-Landesgruppen-Chef Peter Ramsauer.
Unteschiede bestehen in der Vorstellung, welcher Art die Reformen sein sollen. "Abbau der Bürokratie", die vor allem den Mittelstand belaste, verlangte CDU-Wirtschaftsexperte Matthias Wissmann. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil verwies auf den Vorstoß seiner Partei zum Mindestlohn. Dieser Weg sei richtig, denn die Menschen müssten nicht nur eine Arbeitsstelle haben, sie müssen von dieser Arbeit auch leben können, so der SPD-Funktionär.
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Am 31. Jan. 2007 unter:
arbeitStichworte:
« Deutschland offenbar Vorreiter bei Affen-"Verbrauch"
Monsanto verzichtet vorläufig auf Anbau von Genmais in Hessen »

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