Konkrete Schritte gefordert
Ehemalige führende US-Außenpolitiker fordern Atomwaffen-Abbau in den USA
Die USA müssten sich dafür einsetzen, dass alle Nuklearwaffen verboten würden. Wenn nicht gehandelt werde, würden die USA "bald gezwungen sein, ein neues nukleares Zeitalter zu betreten, das gefährlicher, psychologisch verwirrender und wirtschaftlich noch kostspieliger sein wird, als die militärische Abschreckung des Kalten Krieges".
Die Autoren, unter ihnen auch Ex-Verteidigungsminister William Perry und der langjährige Senator Sam Nunn, schlagen ein Reihe von konkreten Schritten vor, darunter auch eine starke Unterstützung des Atomwaffensperrvertrags. Außerdem müsse die Zahl der Atomwaffen in allen Staaten verringert werden; atomare Kurzstreckenraketen müssten abgeschafft werden. Die Gefahr unerlaubter oder versehentlicher Abschüsse von Atomraketen müsse reduziert werden, die Sicherheitsvorkehrungen für Atomwaffen und atomwaffenfähiges Material müssten weltweit erhöht werden.
Der verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Paul Schäfer, sagte, selbst ehemalige Befürworter der nuklearen Abschreckungsdoktrin wie der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger seien nun anscheinend zu der Einsicht gelangt, dass die Weigerung der Atomwaffenstaaten, auf diese Waffen zu verzichten, die Gefahr eines neuen atomaren Wettrüstens mit sich bringe und die Hemmschwelle für den Einsatz von Atomwaffen absenke.
"Die US-Regierung wäre gut beraten, diese Forderungen schnell in die Tat umzusetzen", so Schäfer. Der internationale Streit um die Atomprogramme in Iran und Nordkorea oder das gespannte Verhältnis zwischen den Atommächten Indien und Pakistan zeigten, wie gefährlich die Lage sei. "Ein vernünftiger erster Schritt wäre der Abzug aller amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland und anderen europäischen Staaten", meint der Politiker.
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Am 05. Jan. 2007 unter:
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