"Provokative Makulatur"

Transnet fordert deutliche Renten-Anhebung

Vor dem Hintergrund des Milliardenüberschusses in der "Rentenkasse" fordert die Bahn-Gewerkschaft TRANSNET eine deutliche Anhebung der Renten. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht gehe die Bundesregierung von Überschüssen in der Rentenkasse in Höhe von 1,5 Milliarden Euro aus. "Deshalb gibt es keinen Grund, an den im Koalitionsvertrag vereinbarten Rentennullrunden bis 2009 festzuhalten", meint die Vize-Chefin der Gewerkschaft, Regina Rusch-Ziemba. Die vorangegangenen Renten-Nullrunden seien für die Betroffen "tatsächlich herbe Minusrunden" gewesen.

Grund für die Verluste an Real-Einkünften seien seien die Inflationssteigerungen und die zahlreichen anderen Belastungen gewesen. "Die Inflationsrate, höhere Belastungen im Gesundheitswesen, steigende Mieten und Mietnebenkosten gehen auch an Rentnern nicht spurlos vorüber", so Rusch-Ziemba.

Die von der Bundesregierung ins Spiel gebrachte mögliche Anhebung der Renten um 0,1 bis 0,2 Prozent kritisierte Rusch-Ziemba als "provokative Makulatur." Bei einer solchen Vorgehensweise könne von Teilhabe am wirtschaftlichen Aufschwung keine Rede mehr sein. "Die Bundesregierung muss deshalb ihre Beschlüsse ändern", verlangt die stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende.

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