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Laut Pharmaexperte sind massenhaft gefälschte Medikamente im Umlauf

Lukrativer als Drogenhandel

In Deutschland sind offenbar größere Mengen gefälschter Arzneimittel im Umlauf. "Es gibt Schätzungen, dass acht bis zehn Prozent der gekauften Medikamente gefälscht sind", sagt der Pharmaexperte Harald Schweim von der Universität Bonn der Frauenzeitschrift "Für Sie". Ob Antibiotika, Impfstoffe oder Aids-Mittel, im Prinzip werde alles gefälscht. Vermutlich werde mit Arzneimittelfälschungen inzwischen mehr Geld verdient als mit dem Drogenhandel, sagte der frühere Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Grund sei, dass dieses Geschäft wegen der relativ weichen Gesetze in den meisten Ländern weit weniger gefährlich sei. Die größte Gefahr stellt dem Experten zufolge der Kauf über das Internet dar, wo viele unseriöse Anbieter vor allem Lifestyle-Medikamente wie Schlankheitspillen, Potenzmittel oder Medikamente gegen Haarausfall anbieten.

So handele es sich Schätzungen zufolge bei 30 bis 50 Prozent des via Internet vertriebenen Potenzmittels "Viagra" um Fälschungen. Ein Risiko lauere aber auch im Ausland. "Zum Beispiel lassen sich Frauen aus der Türkei Antibabypillen mitbringen, weil sie weniger kosten - eine ganz schlechte Idee", meint Schweim.

Die gefälschten Medikamente können den Angaben zufolge harmlose Substanzen ebenso enthalten wie den echten Wirkstoff in anderer Dosierung oder einen ähnlichen Stoff. Letzteres sei besonders gefährlich, da die Nebenwirkungen solcher Substanzen nicht erforscht seien. Auch bei falscher Dosierung bestehe ein hohes Gesundheitsrisiko.

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