"Wirtschaftswachstum dient Energieeffizienz"

BDI will keinen Emissionshandel im Luftverkehr

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wendet sich gegen eine Einbeziehung des Luftverkehrs in den EU-Emissionshandel. BDI-Präsident Jürgen Thumann forderte die EU-Umwweltminister dazu auf, "Emissionsminderungen im Luftverkehr unbedingt weltweit zu organisieren." Nur ein globaler Ansatz ergebe umweltpolitisch Sinn. "Ein begrenztes EU-Handelssystem beschädigt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Luftfahrtbranche und nützt dem Klimaschutz praktisch nichts", so Thumann. Nach Darstellung des BDI-Präsidenten ist allerdings in kaum einer anderen Branche "der globale Handlungsbedarf so sichtbar wie im Flugverkehr". Der Wirtschaftsverband will allerdings, dass der Klimaschutz im Luftverkehr über die UN-Zivilluftfahrtorganisation ICAO organisiert wird. Bemerkenswert sind Thumanns Vorschläge für "längst überfällige Klimaschutzinstrumente".

Der BDI-Präsident plädiert insbesondere für einen Ausbau der Flughäfen: "Bedarfsgerechte Kapazitäten auf Europas Flughäfen und ein reformiertes Luftraummanagement könnten Millionen Tonnen CO2 sparen", so Thumann. Dass dies noch nicht geschehen sei, bezeichnete er als "Versäumnis" der Politik. Diese Klimaschutzinstrumente seien "wirkungsvoller als ein Emissionshandel".

Klimaschutz und eine "wachsende Nachfrage" nach Energie und Mobilität sind für Thumann "Herausforderungen, die wir in engstem Zusammenhang sehen müssen". Die Industrieländer müssten hier eine "führende Rolle" einnehmen. Auf lange Sicht habe jedoch jeder Staat die gleiche Verantwortung, nach seinem Vermögen zum Klimaschutz beizutragen.

"Wirtschaftswachstum dient so der Steigerung der Energieeffizienz"

"Wir brauchen mehr Investitionen in moderne und hocheffiziente Anlagen, Produkte und Dienstleistungen", fordert Thumann. "Wirtschaftswachstum dient so der Steigerung der Energieeffizienz auf allen Ebenen und damit dem Klimaschutz." Dem BDI-Präsidenten geht es insobesondere um weiteres Wirtschaftswachstum: "Was wir als europäische Industrie brauchen, um wachsen zu können, ist ein fairer Wettbewerb." Deshalb müssten alle wesentlichen Emittenten in ein verbindliches internationales Klimaschutzregime einbezogen werden.

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