"Vorreiter" Australien
Umweltpolitiker fordern Glühbirnen-Verbot
Würden Glühbirnen in Deutschland komplett durch Energiesparleuchten ersetzt, könnten in Deutschland nach Angaben der Deutschen Energieagentur (DENA) bis zu sechs Prozent des privaten Strombedarfs eingespart werden. Damit würden vier Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden.
"Wenn Übergangsfristen für den Mittelstand und die Verbraucher gewahrt werden, unterstütze ich das", sagte Paziorek. Eine Sprecherin des Ministeriums betonte allerdings, Paziorek habe sich "als Abgeordneter geäußert". Ein Glühbirnen-Verbot falle in die Zuständigkeit des Umweltministeriums.
Der Grünen-Energieexperte Hans-Josef Fell nannte einen solchen Schritt "sehr sinnvoll", da Glühbirnen "größte Stromverschwender" seien. Zunächst solle mit den Herstellern über eine Umstellung auf Sparlampen bis 2012 gesprochen werden. Verweigerten sich diese, brauche es gesetzlichen Regelungen.
Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kauch, nannte "ordnungspolitische Maßnahmen" zur Steigerung der Energieeffizienz "denkbar". Ein Glühbirnen-Verbot allein sei jedoch willkürlich und zudem "rechtlich nur EU-weit möglich".
Die Naturschutzorganisation BUND wandte sich ebenfalls gegen ein Verbot. Das führe dazu, dass intakte Glühlampen weggeworfen würden, sagte ein Sprecher der Organisation am Mittwoch in Berlin. Dadurch würden Ressourcen vergeudet und "ein riesengroßer Abfallberg" erzeugt.
Der BUND befürworte zwar eine stärkere Verbreitung von Energiesparlampen. Das solle allerdings durch Aufklärung erreicht werden, sagte der Sprecher weiter. Das in Australien geplante Glühbirnen-Verbot sei "ein symbolischer Akt". Die Organisation verwies darauf, dass Australien bisher noch nicht das Kyoto-Protokoll unterzeichnet habe.
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Am 21. Feb. 2007 unter:
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