Klimaschutz
Umweltverbände kritisieren abgeschwächte CO2-Grenzwerte für Pkw in Europa
Nach dem jetzt veröffentlichten Konzept soll die europäische Autoindustrie den durchschnittlichen CO2-Ausstoß von Neuwagen bis 2012 lediglich auf 130 Gramm pro Kilometer reduzieren. Weitere zehn Gramm sollen unter anderem über die Einrechnung von Biokraftstoffen eingespart werden. „Deutschland und Europa werden bei ihren Klimaschutzbemühungen unglaubwürdig", kritisierte Hermann-Josef Vogt vom Bundesvorstand des Verkehrsclub Deutschland (VCD) den Kompromiss der EU-Kommission.
Weiter sagte Vogt: „Bundeskanzlerin Merkel hat maßgeblich zu diesem unsäglichen Kompromiss beigetragen. Mit ihrer jetzigen Politik wird die Bundesregierung in den Augen der europäischen Partner zunehmend zum Lakaien der Autoindustrie. Wir fordern Frau Merkel auf, endlich klimapolitische Vernunft walten zu lassen und mit strengen Vorgaben die Treibhausgase im Verkehr zu senken."
Die Autoindustrie scheine alle Warnungen der IPCC-Klimaforscher vor der Aufheizung der Erdatmosphäre in den Wind schlagen zu wollen. Jedes verkaufte Auto, das den Emissionsdurchschnitt nach oben treibe, sei laut BUND "ein Anschlag auf den Schutz des globalen Klimas".
Für den Klimaschutz fordert der VCD auch ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Laut einer neuen Forsa-Umfrage sprächen sich 60 Prozent der Deutschen für eine Geschwindigkeitsbeschränkung aus, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. Dieser könne durch eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h um zehn Prozent reduziert werden. Darüber hinaus würden durch ein Tempolimit Motoren und zum Beispiel Reifen kleiner und damit leichter. So könnten zusätzlich bis zu 30 Prozent an CO2 eingespart werden.
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Am 07. Feb. 2007 unter:
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