Wirtschaftliche Belange
WWF kritisiert Fischerei-Programm der norddeutschen Bundesländer
Die Fangmengen sollten zudem die Stabilität der Bestände nicht gefährden. Nach Ansicht des WWF vernachlässigen die Minister diese Umweltbelange. "Kurzfristiges Wirtschaftsdenken hat schon viele Fischereien zerstört", sagte Vesper. So werde die Zukunft der Fischer und der Fischbestände aufs Spiel gesetzt. "Sie verfolgen Konzepte von gestern. Statt Verantwortung zu übernehmen, jammern die Minister über den Bund und Europa."
Nach WWF-Angaben will Mecklenburg-Vorpommern 30 Millionen Euro EU-Gelder in die Entwicklung der Dorsch-Zucht investieren. "Dorsch züchten, ihn dann im Meer aussetzen, damit die Fischer ihn dort fangen – das ist ohne ein nachhaltiges Management barer Unsinn", meint Vesper. So könne der durch die politischen Fehler der Vergangenheit heraufbeschworene Kollaps der Dorschbestände nicht verhindert werden.
Zudem sei bislang keine unabhängige Umweltprüfung der geplanten Fischzuchten auf See vorgesehen. Völlig unklar sei auch, woher der Futterfisch für immer mehr Zuchtanlagen kommen solle. "Aquakulturen sind keine Lösung für die Fischereikrise", sagte die WWF-Sprecherin.
WWF fordert die Verwendung von Subventionen für "Öko-Check"
Der WWF fordert, die kommenden EU-Subventionen für umweltverträgliche Fangtechniken, ein besseres Fischerei-Management und einen "Öko-Check" zu investieren. Mit einem Öko-Check könnten Fischereien das Nachhaltigkeitssiegel des MSC (Marine Stewardship Council) erwerben und dauerhaft ihre Erträge sichern, so der WWF. Das neue Förderprogramm der Europäischen Union, der Europäische Fischereifonds (EFF), wird in den kommenden sechs Jahren rund vier Milliarden Euro ausschütten. Allein in Deutschland sollen rund 250 Millionen Euro investiert werden. Auch die umweltgerechte Fischerei gilt dabei als förderungswürdig.
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Am 01. Mär. 2007 unter:
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