Kein Bürokratieabbau für Schäfer?
Schäfer demonstrieren in Berlin gegen "überzogene Vorschriften"
In Deutschland gibt es den Angaben zufolge rund 30.000 Schafhalter, die mehr als 20 Schafe besitzen, von ihnen werden über 30 verschiedene Schafrassen betreut. Die Schäferfamilien pflegten bundesweit über 250.000 Hektar unterschiedlichste Landschaftsflächen. Durch die Schaffung einer Vielzahl von Auflagen und Verordnungen wird nach Angaben der Vereinigung "die unternehmerische Freiheit der Schäfer" eingeschränkt. Die Schäfer beklagen, dass infolge der rechtlichen Eingrenzungen und Zunahme von Verordnungen kleinere Betriebe hätten schließen müssen.
Nach der neuen Verordnung müssten Schäfer künftig ihre Route voraussagen und ihren Schafbestand aufschreiben und melden. Das bedeute für den Schäfer in der Praxis, dass die Grenzüberschreitung zwischen zwei Landkreisen meldepflichtig sei, was bei der großen Anzahl der Schafe einer Herde nicht praktikabel sei.
Die Schäfer fordern eine Entbürokratisierung statt immer mehr Bürokratie und eine Kennzeichnung der Schafe erst, wenn sie den Besitzer wechseln und nicht wie mit der neuen Viehverkehrsordnung vorgesehen, bereits im Geburts- und Aufzuchtbetrieb. Die Forderung von Ohrmarken wird als "tierschutzwidrige Forderung" abgelehnt, weil sie nach Darstellung der Schäfer unnötige Verletzungen und Erkrankungen der Tiere verursachen.
Desweiteren wird von den Demonstranten eine 1:1 Umsetzung von EU-Recht und keine zusätzlichen nationalen Auflagen oder Alleingänge gefordert und die Beibehaltung der Tierzuchtförderung auf Länderebene. Die Vereinigung wünscht sich eine bessere und engagierte Interessenvertretung in Brüssel und fordert von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer, dass er sich für einen Abbau der Bürokratie und "der absurden Regelungen" in Brüssel für die deutschen Schäfer einsetzen soll.
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Am 21. Mär. 2007 unter:
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