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Gabriel lehnt Verstaatlichung der Energienetze ab

"Marode"

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich gegen eine Verstaatlichung der Energienetze ausgesprochen. "In der Europäischen Union wird es keinen geben, der einer Verstaatlichung der Netze zustimmt", sagte Gabriel am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Die Erfahrung sei, "dass der Staat das noch viel schlechter kann, dass er nicht investiert, dass die Netze im Ergebnis marode sind", so das für staatliches Handeln verantwortliche Regierungsmitglied. "Gucken sie sich die deutschen Straßen an, dann wissen Sie, was passiert, wenn der Staat Eigentümer der Infrastruktur ist."

Der Minister bezeichnete es jedoch als "absolut richtig, dass die EU-Kommission uns endlich dazu zwingt, Netze und Betrieb stärker zu trennen". Die großen Energiekonzerne verweigerten anderen mit Vorwänden den Zugang. "Damit muss Schluss sein", meint Gabriel.

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