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E.On Energie-Lehrstuhl für Nukleartechnik an der TU München eingerichtet

"Technologieführerschaft im Nuklearbereich"

Der Atomkonzern E.On Energie fördert den Aufbau eines Lehrstuhls für Nukleartechnik an der Technischen Universität München mit 2,5 Millionen Euro. Der Lehrstuhl soll die Ausbildung auf den Gebieten der Reaktorphysik, Reaktor­regelung, Reaktorsicherheit und Systemtechnik bündeln. Dies verkündeten Walter Hohlefelder, einst Spitzenbeamter der Bundesatomaufsicht und jetzt Mitglied des Vorstands der E.On Energie AG und Professor Wolfgang Herrmann, Präsident der Technischen Universität München am 22. März.

"Im globalen Wettbewerb sind Wissen und Bildung wichtige Ressourcen. Wir wollen die deutsche Technologieführerschaft im Nuklearbereich erhalten", so Hohlefelder. "Deshalb bauen wir unsere technische Kompetenz aus. In­genieure von morgen brauchen nämlich schon heute optimale Bedingungen für Forschung und Wissenschaft."

Nach Angaben von TU-Präsident Herrmann wird die Energieforschung an der Technischen Universität München der­zeit zu einem umfassenden Schwerpunkt ausgebaut, "von den Biogenen Rohstoffen über die Solar-, Wasserstoff- und Kraftwerkstechnologien bis hin zur Nukleartechnik". Eingebunden seien die bereits bestehenden Kompetenzen in der Reaktordynamik und Reaktorsicherheit, der Energiewirtschaft und der An­wendungstechnik. Die Universität beanspruche "eine Vor­denkerfunktion für Staat und Gesellschaft und deshalb nehmen wir auch die Verantwortung für zukunftsfähige Energietechnologien in ihrer Gesamtheit wahr". Dazu gehöre "unstrittig die Nukleartechnik auf höchstem Wissenschafts- und Sicherheitsniveau", so Hermann.

Für die Besetzung des neuen E.On Energie-Stiftungslehrstuhls habe man den Wissenschaftler Dr. Rafael Macián-Juan "gewinnen können". Macián-Juan komme vom Paul Scherrer Institut, ebenfalls an der Technischen Univer­sität München. Seine Expertise liege im Bereich der Neutronik/Thermohydraulik sowie der Sicherheitsanalyse von Kernkraftwerken.

Als Unternehmen, in dessen Energiemix die Kernenergie eine maßgebliche Rolle spiele, sehe E.On Energie "in der Unterstützung von Forschung und Lehre eine besondere gesellschaftliche Verantwortung". Unabhängig von politischen Entscheidungen gelte es, "die Sicherheit nuklearer Anlagen auf höchstem Niveau zu halten und den Anschluss an den internationalen Stand von Wissenschaft und Technik nicht zu verlieren".

"Der Bedarf an Nachwuchskräften wird in den nächsten Jahrzehnten in Deutsch­land ungemindert groß sein", meint der Manager des Atomkonzerns. Fachgerecht ausgebildetes Personal sei nicht nur für den Betrieb der Kernkraftwerke, "sondern auch für die Phasen von Stilllegung und Rückbau absolut unverzichtbar".

Die TU München biete mit dem dreisemestrigen internationalen Masterstudien­gang "Nuclear Technology" einen weiterführenden Studiengang an, der für die Gebiete Reaktorsicherheit, Anlagenbetrieb sowie den Bau beziehungsweise Rückbau von Reaktoren qualifiziere.

Die Kooperation mit der Technischen Universität München als eine der "Eliteuniversitäten" Deutschlands habe für E.On Energie Tradition: Neben dem Förderprogramm "Manage&More", bei dem Mentoren von E.On Energie mit den Studenten an interdisziplinären Projekten arbeiteten, vergebe das Unternehmen auch einen jährlichen Wissenschaftspreis für Doktoranden und Diplomanden.

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