Bütikofer bietet weniger

Grüne für Niedriglohn von 1000 Euro pro Monat

Grünen-Chef Reinhard Bütikofer sprach sich für die Einführung einer "absoluten Untergrenze" bei Mindestlöhnen aus. Ein derartiger Niedriglohn soll nach Vorstellung von Bütikofer bei 1000 Euro pro Monat liegen. Zwar sei es richtig, auf eine Ausweitung des Entsendegesetzes zu setzen, um damit immer mehr Branchen in eine Mindestlohnregelung einzubeziehen, sagte Bütikofer am Montag nach Beratungen der Spitzengremien seiner Partei in Berlin. Dies reiche jedoch nicht aus, da mittlerweile bei einer "dreistelligen Zahl von Tarifverträgen" das tarifliche Entgeld unterhalb von fünf Euro pro Stunde liege.

Dabei gelte bisher ein Lohn als sittenwidrig, der 30 Prozent unter dem tariflichen Entgelt liege - also in diesen Fällen "30 Prozent unter fünf Euro", kritisierte Bütikofer. Tatsächlich sei aber schon der Stundenlohn von fünf Euro sittenwidrig. "Mit fünf Euro in der Stunde können Sie nicht ihre Familie durchbringen, selbst wenn Sie den ganzen Tag vollbeschäftigt sind", sagte der Grünen-Chef.

Deshalb sei eine "absolute Untergrenze" erforderlich. Diese Untergrenze solle "vernünftigerweise" mindestens der Summe entsprechen, die ein alleinstehender Langzeitarbeitsloser mit Arbeitslosengeld II einschließlich Zuschuss erhalte. Dies seien etwa 1000 Euro.

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