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Roma-Kinder werden in Deutschland laut UNICEF diskriminiert

"Teufelskreis"

Kinder aus Roma-Familien werden nach Darstellung des Kinderhilfswerks Unicef auch in Deutschland nach wie vor benachteiligt. "Roma-Kinder müssen die Chance bekommen, den Teufelskreis aus Armut, Ausgrenzung und Vorurteilen zu durchbrechen", forderte UNICEF-Vorstandsmitglied Reinhard Schlagintweit am Montag in Berlin. Ablehnung, Frustration und Aggression könnten sich ansonsten "aufschaukeln". Die sozialen und politischen Folgekosten wären "enorm".

Im Saarland beispielsweise haben geduldete Flüchtlingskinder laut einer Studie von UNICEF und dem Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin kein Anrecht, die Schule zu besuchen. In Baden-Württemberg und Hessen unterliegen sie nicht der Schulpflicht.

In Deutschland leben den Angaben zufolge 70.000 Sinti und Roma mit deutscher Staatsbürgerschaft. Zudem gibt es rund 50.000 Roma-Flüchtlinge, von denen zwei Drittel lediglich geduldet sind.

Laut UNICEF-Lagebericht ist die Diskriminierung in Südosteuropa noch größer. Demnach besuchen in Albanien, Bulgarien und Rumänien gegenwärtig 20 bis 40 Prozent und in Bosnien-Herzegowina 80 Prozent der Roma-Kinder keine Schule. In diesen Ländern sowie in Albanien, Mazedonien, Montenegro, Rumänien, Serbien und dem Kosovo würden Roma-Kinder unter fadenscheinigen" Begründungen an Sonderschulen verwiesen oder an "Roma-Schulen" mit schlecht qualifizierten Lehrern geschickt.

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