Nach Kriegserfahrung
US-Soldat wegen Weigerung der Teilnahme an Irak-Krieg schuldig gesprochen
Zum Auftakt des Prozesses gegen den US-Berufssoldaten Agustin Aguayo wegen Fahnenflucht und "Verpassens der Verlegung der Einheit" hat sich der 35-Jährige in zwei Anklagepunkten schuldig bekannt. Er habe vorsätzlich die Verlegung seiner Kompanie von Schweinfurt in den Irak verpasst und sich 24 Tage unerlaubt von der Truppe entfernt, sagte der Sanitäter am Dienstag vor einem amerikanischen Militärgericht in Würzburg.
Für die Anklagepunkte, in denen Aguayo sich schuldig bekannt hat, droht ihm eine Höchststrafe von zweieinhalb Jahren Haft, Degradierung, unehrenhafte Entlassung und Streichung aller Bezüge. Die Ankläger wollen ihm den schwereren Tatbestand der Fahnenflucht nachweisen. In diesem Fall müsste der Gefreite mit bis zu sieben Jahren Gefängnis rechnen.
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