Polizei-Ausbildung in Afghanistan

Die Bundeswehr im Innern Asiens

Die Bundeswehr wird einem Medienbericht zufolge in Kürze einen Teil der von Deutschland geleisteten Polizei-Ausbildung in Afghanistan übernehmen. Nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sollen bis zu 30 Militärpolizisten, so genannte Feldjäger, afghanische Polizisten im nordafghanischen Feldlager Masar-i-Scharif "unterrichten". Die Verantwortung für die deutsche Ausbildungshilfe bleibe aber beim Bundesinnenministerium.

Dessen Sprecherin sagte der Zeitung, die Feldjäger sollten Afghanen in "einfacher Polizeiarbeit" unterweisen, etwa im Kartenlesen und Untersuchen von Fahrzeugen. Als "ausgebildete Bundespolizisten" seien sie dazu in der Lage. "Das Angebot der Bundeswehr ist äußerst willkommen", sagte sie.

Aus der Bundeswehr verlautete, der Feldjäger-Einsatz sei notwendig, weil das Innenministerium angeblich nicht genug Polizeibeamte finde. Anders als die Soldaten würden sie nur auf freiwilliger Basis nach Afghanistan entsandt.

Das Innenministerium widersprach: "Wir können unseren Personalbedarf leicht decken", sagte die Sprecherin. Es bleibe beim Einsatz von derzeit 40 deutschen Beamten in der Ausbildungshilfe. Wenn die EU - wie angekündigt - ihr Engagement aufstocke, "haben wir die Möglichkeit, in Kürze Fachleute nach Afghanistan zu schicken."

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