"Kein Massenphänomen"
Arbeitgeber sehen keine "Generation Praktikum"
Der neuen Studie zufolge sind Praktika nach dem Studium kein Massenphänomen. Jeder siebte Uni-Absolvent und jeder achte Absolvent einer Fachhochschule sei nach dem Studium Praktikant gewesen. Kettenpraktika seien die Ausnahme.
Zwei Drittel seien mit Niveau und Inhalt des Praktikums zufrieden. Jedoch seien die meisten unzufrieden mit der Vergütung. 34 Prozent der Uni-Abgänger und 17 Prozent der Fachhochschulabsolventen bekämen gar kein Geld für ihr Praktikum. Als besonders "praktikumsintensiv" habe sich die Medienbranche erwiesen. Befragt wurden 10.000 Absolventen des Jahrgangs 2005.
Arbeitgeberpräsident Hundt warnte vor gesetzlichen Regelungen, wie sie offenbar im Arbeitsministerium erwogen würden. Selbstverständlich sei, dass Praktikanten nicht als billige Ersatzarbeitskräfte ausgenutzt werden dürften. Hier gehe es aber um "negative Einzelfälle".
Sehrbrock: Praktika, Werkverträge, Scheinselbstständigkeit
DGB-Vize Sehrbrock bemängelte, der Befragungszeitraum von maximal anderthalb Jahren nach Studienabschluss sei zu kurz. Ein ehrliches Bild ergäbe eine Befragung für die ersten drei Jahre nach Studienende. Neben Praktika müssten zudem weitere prekäre Jobverhältnisse wie Befristungen, Werkverträge und Scheinselbstständigkeit berücksichtigt werden.
Der DGB bleibe dabei, dass Absolventen per Gesetz besser geschützt werden müssten. Als Eckpunkte nannte Sehrbrock eine Mindestvergütung von 300 Euro im Monat und eine maximale Praktikumsdauer von drei Monaten.
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Am 12. Apr. 2007 unter:
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