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Tierschutzbund kritisiert die Masthaltung von Kaninchen

30 Millionen Kaninchen

Das wahre Leben der "Osterhasen", die zu Ostern als Braten auf der Festtagstafel aufgetischt würden, ist nach Auffassung des Deutschen Tierschutzbundes "ein trauriges". Etwa 30 Millionen Kaninchen würden in Deutschland pro Jahr verzehrt. Die Masthaltung dieser Tiere sei "qualvoll". Bisher gebe es keine rechtlichen Bestimmungen, die die Kaninchenhaltung regelten. "Das Leben der Kaninchen hat mit der Idylle, wie wir sie uns zu Ostern gerne vorstellen nichts zu tun. Hier muss endlich eine gesetzliche Regelung her, damit die Kaninchenmast in Zukunft den Anforderungen des Tierschutzgesetzes gerecht wird", fordert der Präsident der Organisation Wolfgang Apel.

"Um auf das wahre Schicksal unserer Mitgeschöpfe aufmerksam zu machen, fordern wir auf den Kaninchenbraten zu verzichten", so Apel an die Verbraucherinnen und Verbraucher gewandt. Die typische Haltung der Mastkaninchen sei mit der von Legehennen in Käfigbatterien vergleichbar. Die Tiere seien in Drahtgitterkäfigen eingepfercht, in denen sie aller artgerechten Verhaltensweisen beraubt seien. "Hoppeln", und "Männchen machen" wäre für die bewegungsfreudigen Tiere nicht möglich. "Die grausamen Folgen: Verkrümmungen der Wirbelsäule und Gelenkprobleme. Die Drahtgitterböden und der zu geringe Platz fügen den Kaninchen enorme Schmerzen und Verhaltensstörungen zu. So kann es beispielsweise zu schmerzhaften Pfotengeschwüren und Gitternagen kommen", so die Organisation.

Der Tierschutzbund fordert daher eine EU-weite Regelung der Haltungsbedingungen von Mastkaninchen. Seit 1998 arbeite der Europarat nun schon an einer Empfehlung zur Kaninchenhaltung. Die 9. Revision liege bereits seit 2002 als Entwurf vor. Doch seitdem werde vergeblich auf einen Abschluss gewartet. Sollte die Gesetzgebung auf EU-Ebene nicht gelingen, muss ein nationaler Alleingang her, fordert der Tierschutzbund.

Den „Bundesverband deutsches Kaninchenfleisch- und -wollerzeuger" sowie den Zentralverband Deutsche Kaninchenzüchter fordert der Verband auf, sich dieser Diskussion zu stellen und sich schon jetzt "freiwillig" zu verpflichten, die Haltungsbedingungen noch vor einer entsprechenden gesetzlichen Bestimmung tiergerecht umzugestalten.

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