"Marionetten der Tabakindustrie"
Nichtraucherverband stellt Strafanzeige gegen Wulff
Wulff habe sich mit den jahrelangen Zuschüssen vom Verband der Cigarettenindustrie (VdC) "für deren Interessen regelrecht weichklopfen lassen". Das zeige sein aktuelles Verhalten, den Nichtraucherschutz den Wirten überlassen zu wollen. Damit habe er sich gegen den Beschluss der Ministerpräsidenten gestellt, die bisherigen Passivraucher in der Gastronomie zu schützen.
Herr Wulff soll sich nach Auffassung des Verbandes "klar darüber werden, dass eine Entscheidung für den Erhalt der derzeitigen Zustände Tausende Menschen zum Tode verurteilt, hundertausenden den Zugang zu gesunden Arbeitsbedingungen verwehrt und Millionen auch in Zukunft nicht ausreichend vor den Gesundheitsgefahren des Passivrauchens geschützt werden". Wulff solle sein Mandat zurückgeben, "da er mit Drogenkonzernen kooperiert und sich damit als unwürdig und untragbar für das Amt eines Ministerpräsidenten erweist", meint der Verband.
Pro Rauchfrei forderte die Regierungsfraktionen dazu auf, "dem Treiben von Herrn Wulff auch parlamentarisch Einhalt zu gebieten". Es dürfe nur ein Gesetz verabschiedet werden, das ein umfassendes Rauchverbot in der Gastronomie vorsehe. Über den Grad der jahrelangen Beeinflussung und Steuerung der Staatsregierung durch den Zigarettenverband solle ein Untersuchungsausschuss Klarheit schaffen, forderte Ermer.
Pro Rauchfrei versteht sich als Lobby der Nichtraucher und ist nach eigenen Angaben der bundesweit größte derartige Verband.
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Am 03. Apr. 2007 unter:
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