Ökumene
Elf christliche Kirchen erkennen wechselseitig Taufe an
Der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, bezeichnete die Taufe ein "kräftiges Band christlicher Einheit". Er würdigte deren gegenseitige Anerkennung durch elf Kirchen als ein herausragendes Ereignis. Dieser Schritt solle nun ermutigen, den Weg der Gemeinschaft zum gemeinsamen Abendmahl nicht aus den Augen zu verlieren.
Die Unterzeichnung der Taufanerkennung sei ein Zeugnis dafür, dass die ökumenische Bewegung nicht erstarrt sei, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann. Das Band der Einheit zeige sich jedoch noch unvollkommen. In der Zukunft müssten noch Hindernisse überwunden werden.
In dem Dokument wird "trotz Unterschieden im Verständnis von Kirche" ein Grundeinverständnis über die Taufe gesehen. Deshalb erkennen die Unterzeichner "jede nach dem Auftrag Jesu im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit der Zeichenhandlung des Untertauchens im Wasser beziehungsweise des Übergießens mit Wasser vollzogene Taufe an". Man freue sich "über jeden Menschen, der getauft wird", hieß es.
Seit rund 30 Jahren gibt es in Deutschland regionale Vereinbarungen zwischen evangelischen Kirchen und römisch-katholischen Diözesen zur wechselseitigen Anerkennung der Taufe. Eine gemeinsame bundesweite Vereinbarung sowie mit orthodoxen oder Freikirchen bestand bisher aber nicht.
Als Ort für die Unterzeichnung wurde der Magdeburger Dom wegen seiner besonderen taufgeschichtlichen Bedeutung gewählt. Dort befindet sich ein Porphyrbecken, das Kaiser Otto der Große (936-973) aufstellen ließ. Der Stein wurde bereits für Taufen vor den großen Spaltungsprozessen der europäischen Christen genutzt und ist ein Symbol für die Einheit der Taufe.
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Am 30. Apr. 2007 unter:
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