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Müntefering lässt Erntehelferregelung prüfen

Saisonarbeitskräfte

Deutsche Bauern können angeblich noch stärker auf ausländische Helfer zurückgreifen. Die "Saarbrücker Zeitung" berichtete, Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) habe die Arbeitsagenturen angewiesen, weitaus flexibler als bisher mit den Vorgaben seiner Erntehelferregelung zur Zulassung von mittel- und osteuropäischen Saisonarbeitskräften zu verfahren.

Eine Sprecherin des Arbeitsministeriums sagte dagegen, die Eckpunkte der Erntehelferregelung blieben bestehen. Schon im vergangenen Jahr habe es eine Flexibilisierung der so genannten 80:10:10 Regel gegeben. Danach sei es den Landwirten in bestimmten Fällen möglich, bis zu 90 Prozent ausländische Helfer einzusetzen. Die Prüfung, ob dies möglich sei, solle in diesem Jahr aber schneller erfolgen als früher.

Die Zeitung schrieb, nach den neuen Vorgaben könnten in diesem Jahr deutlich mehr ausländische Arbeitskräfte beim Spargelstechen oder der Weinlese eingesetzt werden als zuvor. In Regionen mit hohem Bedarf an Saisonarbeitskräften und geringer Arbeitslosigkeit sollten die Arbeitsagenturen den Landwirten den Einsatz von 90 Prozent anstatt von zunächst lediglich 80 Prozent mittel- und osteuropäischen Arbeitskräfte genehmigen. Bislang sollte der Anteil deutscher Saisonarbeiter bei 20 Prozent liegen und nur in besonderen Fällen 10 Prozent betragen dürfen.

Die Arbeitsagenturen müssten zudem dem Arbeitgeber nun spätestens sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Erntebeginn mitteilen, ob in seiner Region 90 Prozent osteuropäische Helfer zum Einsatz kommen dürfen, berichtete die Zeitung.

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