5000 Euro

Anklage gegen mutmaßlichen Al-Qaida-Helfer erhoben

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Unterstützer des Terrornetzwerks Al-Qaida erhoben. Dabei handelt es sich um einen im Juli 2006 in Hamburg festgenommenen Deutsch-Marokkaner, wie die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Der 37-jährige Redouane E. H. aus Kiel soll zwischen August 2005 und Juli 2006 angeblich die terroristischen Aktivitäten der Al-Qaida finanziell und durch Vermittlung von Djihad-Kämpfern in den Irak gefördert haben. Die Anklage wurde beim Staatsschutzsenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts erhoben.

Der Beschuldigte soll insgesamt 5000 Euro nach Ägypten und Syrien transferiert haben. Mit dem Geld sollte laut Anklage Ausrüstung für "Gotteskämpfer" beschafft, die Teilnahme an einer Sprengstoffausbildung finanziert und ein Schleuser entlohnt werden.

Im August 2005 soll er über das Internet gegenüber einem Vertrauensmann einen Treueeid auf den Taliban-Führer Mullah Omar abgegeben haben. Dieser sei seinerseits vom Terroristenführer Osama Bin Laden bevollmächtigt gewesen, "Verpflichtungserklärungen" entgegen zu nehmen. Der Beschuldigte habe sich bereit erklärt, Kämpfer und Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.

Von Mai bis Juli 2006 soll der Deutsch-Marokkaner durch Vermittlung von Djihad-Kämpfern aus Marokko und Ägypten die Al-Qaida im Irak unterstützt haben. Er habe Finanzmittel für Transfers zur Verfügung gestellt und logistische Unterstützung bei Schleusungen geleistet.

Daneben soll er mit vier weiteren Personen eine terroristische Vereinigung im Ausland gegründet haben, um im Sudan eine islamistische Front gegen christliche "Kreuzritter" aufzubauen.

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