Lageentwicklung

BKA-Chef warnt vor Klima der Gewalt beim G8-Gipfel

Der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, will ein Klima der Gewalt beim G8-Gipfel im mecklenburgischen Heiligendamm verhindern. "Wir müssen ausschließen, dass es zu Ausschreitungen und Anschlägen kommt und die Konferenz dadurch gestört wird", sagte Ziercke der Zeitung "Die Welt". Ziercke äußerte sich besorgt darüber, dass die Sicherheitsbehörden seit Anfang des Jahres eine verstärkte Zunahme von Straftaten aus einem linksextremistischen, militanten Umfeld in Deutschland registrierten. "Wir können nicht zulassen, dass sich diese Lageentwicklung weiter verschärft", sagte er.

"Wer durch eine Vielzahl von Brandanschlägen gegen Häuser und Autos Angst und Schrecken verbreiten will und dabei nicht ausschließen kann, dass auch Menschen gefährdet werden, terrorisiert seine Mitmenschen", sagte der Leiter des Bundeskriminalamts.

Eine extreme politische Radikalisierung der Protest-Szene sehe er indes nicht. "Ich sehe derzeit keinen Vergleich zur früheren RAF", sagte Ziercke.

Die Razzien gegen Globalisierungsgegner verteidigte er. "Ich kann nicht erkennen, dass gezielte Maßnahmen dazu führen, dass wir zur Eskalation beitragen", betonte er.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!