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Larcher sieht wenig Einfluss für Parteilinke in der SPD-Spitze

"Keine Illusionen"

Der frühere Sprecher der Linken in der SPD, Detlev von Larcher, hat eine Neubesetzung des Sprecherpostens für den linken Parteiflügel verlangt. Andrea Nahles könne nach ihrer Wahl zur SPD-Vize diese Aufgabe nicht mehr erfüllen, sagte von Larcher der Chemnitzer "Freien Presse". Entweder sie passe sich künftig der Parteiführung an oder vertrete die Interessen der Linken. "Beides verträgt sich nicht", sagte Larcher, der auch dem bundesweiten Koordinierungskreis der globalisierungs-kritischen Organisation Attac angehört. Man solle sich über die Möglichkeiten einer SPD-Linken an der Parteispitze keine Illusionen zu machen.

Nahles werde in der gegenwärtigen SPD ohne starken linken Flügel wenig ausrichten können. Das zeige sich bereits daran, dass sie einem von SPD-Linken verlangten Kurswechsel sofort widersprach. Sollte die Führungsfrage nicht neu geregelt werden, hieße das eine erhebliche Schwächung des Einflusses der Parteilinken.

Von Larcher forderte eine neue inhaltliche Ausrichtung für die SPD. Mit einem personellen Umbau der Parteispitze sei wenig getan. Die SPD komme nicht umhin, mit der "Agenda"-Politik von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zu brechen und in eine andere Richtung zu marschieren. Ohne diese Konsequenz sei der Fall der SPD in der Wählergunst nicht aufzuhalten, meint der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete.

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