Wegen einer Stimme

"Bürger in Wut" fechten Bremer Wahlergebnis an

Die nach eigenen Angaben bürgerlich-konservative Wählervereinigung "Bürger in Wut" (BIW) wird das Ergebnis der Bremer Bürgerschaftswahl anfechten. Der Vorsitzende der Vereinigung, Jan Timke, sagte am Freitag auf ddp-Anfrage, man werde vor dem Wahlprüfungsausschuss Einspruch einlegen. Die BIW erhielt in Bremerhaven laut amtlichen Endergebnis 4,99 Prozent der Stimmen. Ein Sprecher des Landeswahlleiters bestätigte, dass die Gruppierung mit nur einer Stimme mehr in die Bremer Bürgerschaft eingezogen wäre.

Durch eine Besonderheit des Wahlrechtes in dem Zwei-Städte-Staat genügt für den Einzug ins Parlament der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde in Bremerhaven oder in Bremen. "Bürger in Wut" war nur in Bremerhaven zur Wahl angetreten.

Timke, der Bürgerschaftswahl 2003 noch als Spitzenkandidat für die Schill-Partei angetreten war, sagte, mit dem Einspruch solle eine Neuauszählung der Stimmen erreicht werden.

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