"Bologna-Prozess"

45 Prozent aller Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschlüssen

Im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses sind laut Bundesregierung in Deutschland inzwischen für 45 Prozent aller Studiengänge Bachelor- und Masterabschlüsse eingeführt worden. Zum Sommersemester habe es bereits 5600 dieser Studiengänge gegeben, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am 2. Mai in Berlin. 1999 hatten sich europäische Bildungsminister im norditalienischen Bologna darauf geeinigt, mit der Einführung des zweistufigen Systems von Studienabschlüssen bis zum Jahr 2010 einen einheitlichen Hochschulraum in der EU zu schaffen.

Für den ersten akademischen Grad, den Bachelor (BA), ist eine Studienzeit von in der Regel drei Jahren vorgesehen, für den Master (MA) noch einmal zwei Jahre. Der BA soll praktischer, berufsqualifizierend, der MA theoretischer, auf eine Hochschullaufbahn vorbereitend, sein. Nur der Master-Studiengang schließt die Möglichkeit zur Promotion ein.

Das Bundeskabinett hatte sich mit dem Bericht des Bildungsministeriums zum Bologna-Prozess befasst. Er werde jetzt dem Bundestag zugleitet, sagte Wilhelm.

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