Afghanistan-Krieg

Bundeswehr-Tornado soll bei Notlandemanöver verunglückt sein

Die Bruchlandung eines Tornado-Aufklärungsflugzeuges Ende April im afghanischen Masar-i-Sharif ist nach einem Zeitungsbericht angeblich auf einen Pilotenfehler zurückzuführen. Der Pilot habe ein waghalsiges, in Deutschland verbotenes Landemanöver geübt, schrieb die "Bild"-Zeitung. Der Flugzeugführer habe hoch über der Landebahn die Triebwerke auf Leerlauf geschaltet, um bei der Landung nicht von einer wärmegesteuerten "Stinger"-Rakete der Taliban getroffen werden zu können.

Das Flugzeug habe sich deshalb in steilem Gleitflug der Landepiste genähert, schrieb die Zeitung. Es sei dann aber mit fast vierfacher Erdbeschleunigung auf die Rollbahn aufgeschlagen. Dabei sei das Bugrad abgebrochen und der Tornado sei auf dem Rumpf weiter gerutscht. Die Besatzung kam mit dem Schrecken davon.

Zunächst sei vermutet worden, dass eine Bodenwelle auf der Piste oder ein Materialfehler die Bruchlandung verursacht habe, schrieb das Blatt. Das Flugzeug ist einer der sechs Aufklärungs-Tornados aus dem Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" in Jagel bei Schleswig, die Anfang April nach Afghanistan verlegt wurden.

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